An der Grenze zwischen Terrasse und Weg zur Garage haben hatten wir eine riesige Hedera helix (gemeiner Efeu), der viel zu mächtig wurde und uns das Ausfahren des Sonnenschutzes über der Terrasse verwehrte. Mit einer eigens angeschafften elektrischen Heckenschere und körperlichem Einsatz der Häsin und ihrem Bruder rückten wir dem gemeinen Kraut herbstgerecht zu Leibe und legten die ihn stützende Palisade frei.


Unser Plan ist jetzt, eine neue Palisade neben die alte, welche inzwischen Teil des Efeus geworden ist, zu montieren, sodass für die nächsten Jahre wieder eine gewisse Stabilität und der Sichtschutz gewahrt ist. Angeblich wuchert das Zeug ja wie die Ferkel und daher müssen wir nächste Woche unser Vorhaben schnell in die Tat umsetzen.
Archiv für den Monat: Oktober 2009
Es werde Licht
In der Wohnhöhle hatten wir vor dem Einzug vor, vom Lichtschalter an der Tür Schlitze für neue Kabel in die Zimmerecken für weitere (Steh-) Lampen zu ziehen, damit diese von der Tür aus schaltbar sind. Aufgrund des mehr als engen Zeitplans kamen die Hasen jedoch davon wieder ab und ließen die Leitungen so wie sie waren. Da der Hase ohnehin im Hasenbau alle Schalter und Dosen im Laufe der Zeit austauschen wollte, bot es sich an, partiell ein Funkbussystem für die ursprünglich geplanten Anwendungen zu benutzen. So gibt es von den großen Installationsanbietern Lösungen, die es erlauben, eine bestehende Schaltergruppe in Unterputztechnik durch Funkschalter zu ergänzen, die einfach auf Putz mit Hilfe einer geklebten oder gedübelten Montageplatte ohne Unterputzdose zu erweitern. Dies sieht dann so aus:
Über den drei bereits existierenden UP Einsätzen (2x Schalter, einmal Steckdose) wird einfach die Montageplatte für einen weiteren Funkschalter mit Kleber befestigt. Anschließend wird der vierfach Rahmen montiert und die Schaltelemente wieder eingesetzt. So entsteht ein zusammenhängendes Ganzes und auf die Schnelle haben die Hasen nun vier weitere Schaltmöglichkeiten an der Tür.
Das Gegenstück bilden dann Funkempfänger in Unterputzdosen oder Steckdosenleisten, ähnlich wie bei den Funksteckdosen mit Fernbedienung.
Der Hasel an die Gurgel
Für den heutigen Herbsttag haben sich der Häsinnenpapa und -bruder zur Mithilfe angekündigt. Zur Erinnerung, wir haben vor drei Wochen die riesige Haselnuss an der Garage erlegt, der Strunk stand jedoch noch:
Also galt es zunächst, die Wurzeln freizulegen, was nach kräftigem Wühlen in Erde und Stein sowie Betonresten (vom Bau?) auch gelang

Bei Haselnussbäumen ist es wichtig, dass auch das Wurzelwerk weitestgehend entfernt wird, sonst hat man nächstes Jahr zu Weihnachten wieder Nüsse aus dem eigenen Garten, und das wollen wir ja nicht. Zum besseren Abtransport werden die restlichen Äste nahe der Wurzel gekürzt und der Ballen entfernt

Schließlich wird noch das restliche im Boden offensichtliche Wurzelwerk soweit wie möglich zerstört, um einer Überraschung im nächsten Gartenjahr zuvor zu kommen

Das Loch wurde mit der vorhandenen Erde wieder aufgefüllt und die gefundenen Steine und Betonbrocken soweit wie es ging aussortiert. Zum Glück hatten wir an anderer Stelle im Hasengarten noch Erde, welche wir zum Verfüllen benutzen konnten. Das heutige Tagwerk sieht dann Mittags so aus:

Hiergeblieben
Beim Betrachten des Wirkungsgrades der alten Heizungsanlage und dem Nachdenken über Optimierungsmöglichkeiten, fiel dem Hasen auf, dass die Kesseltür, in welcher der Brenner montiert ist, im oberen Bereich immer sehr warm ist. Kein Wunder, sitzt doch direkt dahinter die Brennkammer.

Dummerweise war es auch eine Stunde nach dem Abschalten des Brenners an und über der Kesseltür immernoch sehr warm. Wie bereits früher erwähnt, soll der Kessel nicht den Heizungskeller heizen, da hier Temperaturen um die 15 Grad herrschen, weil es eine direkte Luftzufuhr von außen gibt. Also was tun? Mit nach dem isolieren des Rolladenkastens im Wohnzimmer übrig gebliebenen PU-Schaum Platten ließ sich eine improvisierte Wärmedämmung des vorderen Kesselbereichs nachrüsten.

Im unteren Bereich kann keine zusätzliche Dämmung angebracht werden, da der Brenner von hier seine Verbrennungsluft aus dem Raum ansaugt. Die Plattenkonstruktion ist mit drei Streifen Panzerband an den Kessel geklebt, sodass sie zu Wartungszwecken mit wenigen Handgriffen wieder entfernt werden kann.
Nachtrag vom 20.11.2009
Statistische Messungen im Hasenkeller haben ergeben, dass der Kessel im Ruhezustand (also während der Abschaltzeiten nachts und tagsüber) im Mittel alle vier Stunden für sieben Minuten anspringt (dies muss er tun, weil eine bestimmte Sockeltemperatur des Kessels nicht unterschritten werden darf). Daraus folgt auf die einzelne Stunde umgerechnet eine Laufzeit von 1’45“, was bei einer Bedüsung von 1,7 kg/h (entspricht bei Heizöl 2,0 L/h) zu einem stündlichen Standby-Verbrauch von etwa 0,06 L/h führt. Dies ist ein Energiewert von 2,1 Megajoule, also insgesamt in Näherung beträgt der Standby Verlust etwa 0,6 kW. Für diesen alten Kessel Baujahr 1980 ist das ein sehr guter Wert. Man sieht also, dass man durch gezieltes Isolieren mit wenig Aufwand durchaus aus alten Anlagen noch einiges herausholen kann. Nichts desto trotz sollte der Kessel natürlich im Laufe der nächsten Jahre durch einen moderneren Niedertemperaturkessel ersetzt werden, da dieser keine so hohe Sockeltemperatur benötigt und daher die Abstrahlverluste nochmals reduziert werden können.
Elektronenkarussell
Wie bereits vor einigen Tagen erwähnt, befindet sich im Keller-Keller ™ ein ungenutzter Drehstromanschluss. Eigentlich hatte der Hase vor, selbigen stillzulegen, um im Zählerschrank den Platz der zugeordneten drei Sicherungen anderweitig zu verwenden. Aber die Häsin wollte den Anschluss unbedingt beibehalten, wenn man mal den Reserveherd benutzen möchte oder ein dickes Schweißgerät benutzt werden soll. Also gut. Dann aber richtig, und zwar mit Steckdose:

Das Kabel wird nun über einen Verteiler aus dem Keller-Keller ™ durch die Wand in den Flur/Treppenhaus geführt und endet in einer CEE Anschlussdose. Somit haben wir wohl die einzige Höhle mit steckfertigem Drehstromanschluss (400V, 16A) im Treppenhaus 🙂 🙂 🙂
Stillstandsverluste
Der Ölkessel von 1980 war für die damalige Zeit ein recht gutes Gerät. Jedoch unter heutigen Gesichtspunkten betrachtet fallen zwei Dinge auf: Die systembedingt hohe Kesseltemperatur und offenliegende Anschlüsse für die Heizkreise und Armaturen. Diese Kombination führt zu sogenannten Stillstandsverlusten, die natürlich jeder – auch moderne – Kessel hat, welche hier dem Hasen jedoch zu hoch erscheinen. Ein erheblicher Teil der im Kessel gespeicherten Wärmemenge geht während der Zeiten in denen nicht geheizt wird (nachts oder Wochentags tagsüber) über die großen Metallflächen der nicht isolierten Rohre und Flansche in den Kellerraum über:
Da der Ölbrenner seine für die Verbrennung notwendige Luft aus dem Kellerraum ansaugt, darf das Fenster nicht ganz schließen, es ist also immer mindestens einen Spalt breit geöffnet. Die zum Fenster einströmende Kaltluft fällt direkt an der Wand herunter und kühlt den gegenüber stehenden Kessel insbesondere an seinen Metallflächen. Daher hat der Hase heute mit Isolierfilz die Flanschverbindungen umwickelt, was dazu führt, dass mehr Wärmeenergie über einen längeren Zeitraum im Kessel gespeichert bleibt und der Brenner seltener nachheizen muss:
Derzeit (vor der Isolierung) lag der Eigenbedarf bei etwa 0,1 Liter Öl pro Stunde, was ca. 1kW entspricht. Sobald der Hase dazu gekommen ist, eine neue Messung zu machen, wird an dieser Stelle der erzielte neue Wert ergänzt.
Weil nach der Flanschdämmung noch so viel Isolierfilz übrig war, und die Umwälzpumpe immer am gesamten Gehäuse mit Vorlauftemperatur in den Raum strahlte, wurde hier kurzerhand noch ein wenig gebastelt 😉

Zugluftbremse
Die Gästehöhle im Keller hat sowohl ein (noch) nicht sonderlich dicht schließendes Fenster als auch eine Verbindung zur ebenfalls nicht besonders winddicht schließenden Außentür. Also ist es dort kurzum relativ kühl. Dies wäre jedoch nicht unbedingt schlimm, wenn nicht unter der Eingangstür vom Treppenhaus zum Gästeraum ein etwa 1cm breiter Spalt klaffen würde, durch den es dann fröhlich zieht wenn draußen ein Lüftchen weht.
Daher hat der Hase heute eine passend zurecht geknabberte Holzleiste angebracht, damit die Tür wenigstens halbwegs dicht schließt.

Den Rest hat der Hase mit selbstklebendem Dichtband einer großen Klebebandfirma im Türrahmen noch dicht bekommen.
Einzig durch das Schlüsselloch blies nun noch ein kräfiger Fön, welchem mit Panzertape erfolgreich zuleibe gerückt wurde:

Unwärme (oder Verlustreduktion)
Die im Keller offen verlegten und teilweise unisolierten Rohrleitungen für die Heizung heizen zwar schön die Kellerräume auf, aber durch nicht dicht schließende Fenster heizen die Hasen im Keller quasi für den Popo. Das soll so nicht sein und ist gemäß EnEV 2009 sogar verboten. So wurden im Hasenbau früher die Rücklaufleitungen überhaupt nicht gedämmt:
Das von den Heizkörpern aus dem Haus zurück strömende Wasser hat jedoch je nach Spreizung der Heizkörper und Pumpendurchsatz durchaus Temperaturen von 30…45 Grad, welche munter durch die annähernd 15 Grad kalte Kellerluft heruntergekühlt werden. Also erstmal den Rücklauf eindämmen:
Die ist kein nennenswerter Kostenfaktor, die Schläuche werden einfach mit einem Teppichmesser auf Maß und dann der Länge nach aufgeschnitten und um das Rohr gestülpt. Wahlweise kann man noch mit Panzertape (welches hier farblich am besten passte) das ganze etwas fixieren. So wird nach und nach das gesamte Rohrleitungssystem im Keller gedämmt:

Hasenkuchen
Anlässlich der heute stattfindenden Feierlichkeit hat die Häsin dem Hasen einen leckeren Kuchen mit viel Schoki und noch mehr Möhrchen gebacken. Lecker lecker lecker 🙂 🙂 🙂

Eigener Herd ist Goldes wert
Schön ist die Idee, als Abendsnack den Gästen einer anstehenden jährlich wiederkehrenden Veranstaltung einige Tapas als Fingerfood zu reichen. Nachteilig jedoch, dass nahezu alle Snacks im Backofen zubereitet werden müssen. Aber halt, im Keller steht doch noch der Herd aus der alten Höhle und einen stillgelegten Drehstromanschluss hat der Hase auch noch an der Decke gesehen.

Irgendwo liegen auch noch ein paar Meter 5-adriges Kabel herum, die müssten eigentlich bis zum Boden reichen. Also flugs eine Hand voll Wagoklemmen geschnappt und die Kabel angetüdelt.

Und siehe da, man kann jetzt in den Keller hoppeln und dort zeitgleich mit dem Ofen in der Kochhöhle das Essen zubereiten. Auf das es den Gästen mundet 🙂
