Vielleicht ist es in der Vergangenheit dem einen oder anderen Beobachter aufgefallen. Der Hase hat krumme Pfoten:

Hierbei handelt es sich um eine vererbbare Krankheit, bei der (meist gutartige) Knoten auf der Hand- und Fingerinnenfläche wachsen, die irgendwann später die Nerven und Sehnen umschliessen und behindern. So kommt es zur typischen Fingerverkrümmung der so genannten Dupuytrenschen Kontraktur. Stützt man sich mit beiden Händen flach auf dem Boden ab, sieht das so aus:

Auf den Röntgenbildern konnte man auch erkennen, dass die Fingerknöchel bereits damit begonnen hatten zusammen zu wachsen.
Wichtig ist anzumerken, dass es im Alltag nicht weh tut. Leider war beim Hasen jedoch nun an der linken Pfote ein Punkt erreicht, bei dem die Krümmung nahezu 90° betrug und das Anziehen von Fingerhandschuhen oder das Hände-in-die-Hosentasche-Stecken unmöglich machte. Also wurde in der Tierklinik ein Termin gemacht und am 27. Januar unter Vollnarkose(!) der Finger wieder repariert. Am Abend der OP sah es dann so aus:

Von vorne sieht man aber bereits, dass der kleine Finger wieder stärker als vorher gestreckt sein muss:

Der eng anliegende Verband soll nun zwei Wochen lang Druck auf das Gewebe ausüben und die Finger gestreckt fixieren. Dies schränkt im Alltag massiv ein, und das Anziehen und Brote schmieren gerät zu einem langwierigen Unterfangen. Auch beim Duschen muß der Hase ein wenig improvisieren, damit Verband nicht durchnässt und womöglich die Schiene darunter rostet:

So ist natürlich auch an Auto fahren nicht zu denken, und das Schreiben von Nachrichten am Computer beschränkt sich größtenteils auf Kleinschreibung.
Da die rechte Hand auch deutliche Anzeichen einer Verkrümmung und Knotenbildung zeigt, steht die nächste OP bereits vor der Tür. Aber mit etwas Glück erst gegen Jahresende oder im nächsten Jahr.


