Gestern wurde die starre Schiene entfernt und bis auf einen alle noch verbliebenen Fäden gezogen. Der kleine Finger wurde dann einzeln verbunden und die restlichen Finger waren endlich wieder frei beweglich – im Rahmen der Möglichkeiten, denn nach drei Wochen starrer Fixierung dauert es nun ein wenig, bis sich auch die gesunden Finger wieder beugen lassen.

Die Haut unter dem Verband ist inzwischen sehr spröde und pellt sich wie nach einem gepflegten Sonnenbrand – mitten im Winter 🙂

Heute wurde schließlich der Verband gänzlich entfernt und der Hase soll nun langsam trainieren, den Finger mittels der rechten Hand vorsichtig zu beugen. Dies ist wegen der vergleichsweise frischen Verletzung und dem darum recht narbigen Gewebe gar nicht so einfach möglich. Der Finger sieht jetzt so aus:

Die Narbe bzw. der ganze Finger mit seiner sehr ledrigen Haut muss jetzt auch regelmäßig mit Bepanthen eingerieben werden, damit die Haut wieder geschmeidig wird und sich im Bereich der Narbe nicht weiter verhärtet.
Archiv für den Monat: Februar 2010
Kanalsanierung Teil II
Nachdem es nun (für kurze Zeit) wieder frostfrei wurde, konnten die Jungs vom Kanalbauunternehmen auch wieder an die am Montag noch verbliebene Arbeit gehen. Heute wurde unter anderem auch die Anschlußstrecke vom Gäste-Bad zur Grundleitung saniert. Hierzu musste erst einmal die Schüssel samt Spülkasten weichen:

Mittels Zugseil wurde dann der Inliner eingezogen und Druck auf die „Gummiwurst“ gegeben, damit sich der Inliner schön von innen an die Rohrwandungen presst:

In der Zwischenzeit konnte der Regenwasserablauf am Fuße der Kellertreppe eingegossen werden, da hier inzwischen der Kunstharz ausgehärtet war:

Nun mußte schließlich noch ein neuer Revisionsschacht in druckfester Ausführung eingepaßt werden, da zu Beginn der Arbeiten das Steinzeug-Rohr aufgemeißelt wurde. Druckfest muß es daher sein, weil die Dichtigkeitsprüfung ja mit einer statischen Wassersäule stattfindet, deren Pegel innerhalb einer gewissen Zeit nicht absinken darf.

Der Revisionsdeckel wurde direkt mit Kunstharz an die Inliner (hier noch nicht zu sehen) angegossen und anschließend mit wasserdichtem Zement eingepasst:

Schließlich konnte nach dem Entfernen aller Werkzeuge und Hilfsmittel die erneute Dichtigkeitsprüfung durchgeführt werden, und es stellte sich heraus, daß der Kanal nun dicht ist. Wir haben daraufhin das begehrte schriftliche Dokument bekommen, welches wir auf Verlangen der Stadt vorzeigen müssen und nun auch können.
Inzwischen haben wir auch eine Ankündigung unseres Wasserversorgers, daß im April die Frischwasserleitungen erneuert werden müssen. Wir freuen uns schon darauf 🙂
Kanalsanierung Teil I
Heute war es soweit, dass Wetter ließ die Bauarbeiten für den ersten Sanierungsabschnitt zu und die eigentlich für sieben Uhr erwarteten Arbeiter trafen mit etwas Verspätung gegen Viertel vor Neun ein:

Zügig wurde anhand des im Büro erstellten Sanierungsplans und einer aktuellen Kamerafahrt festgestellt, dass der Sanierungsplan völlig am Bedarf vorbei geht. Ursprünglich war geplant, jeden Meter an der Übergangsstelle zweier Tonrohre eine kurze Reparaturmanschette einzubringen. Vor Ort kamen die Kanalarbeiter jedoch schnell zu dem Schluss, dass nur längere und in sich geschlossene Stücke (Schlauchliner) auf Dauer die geforderte Dichtigkeit bringen. Also kurzerhand den Sanierungsplan geändert.
Wo wir schon einmal dabei waren, wurde auch schnell ein fast drei Meter langes Stück Kanal stillgelegt und durch eine sowieso bereits im Heizungskeller obergründig geführte Rohrleitung ersetzt (und die Kosten somit mal eben um knapp 500,- EUR reduziert). Im folgenden Bild sieht man am linken Rand das alte Fallrohr von Küche, Garage und Gästeabort im Boden enden:

Hier wurde nun eine Umwegleitung an der Kellerwand befestigt und das Abwasser an einer anderen Stelle zur Grundleitung geführt:

Übrig bleibt ein stillgelegtes Teilstück, welches nur noch gelegentlich verfüllt werden muss:
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Der Revisionsschacht musste erweitert und das Rohr geöffnet werden, um die langen Schlauchliner für die geraden Strecken einbringen zu können:

Auch an der Stelle des zweiten Revisionszugangs wurde sozusagen Tabula rasa gemach und das Rohrstück komplett entfernt:


Hier wurde später mit Reststücken des zugekauften Kunststoffrohres eine neue Schutzhülle für die Führung des Schlauchliners eingepasst.
In der Zwischenzeit wurden vor dem Haus die neuen Stücke vorbereitet:

Der Schlauchliner besteht aus einer dicken Glasfasermatte, die mit einem frisch zusammengerührten Zwei-Komponenten-Harz getränkt wird:

Die Matte wird dann um einen aufblasbaren langen Gummischlauch gewickelt und mit einer Art Frischhaltefolie geschützt:

Diese „Wurst“ wird dann mit Seilen in den zu sanierenden Kanal gezogen und anschließend mit Druckluft von innen gegen die Rohrwände gepresst:

Ein Druck von etwa 3,5 bis 4,0 Bar muss aufrecht erhalten werden.


Im letzten Bild erkennt man, wie an den offenen Lücken das Harz austritt. Der Druck muss nun zwei Stunden lang einwirken, damit das Harz aushärten kann. Anschließend hat man technisch gesehen ein neuwertiges Stück Kunststoffrohr. Zum Schutz vor mechanischen Einwirkungen wurde hier an der offenen Stelle des ehemaligen 2. Revisionsschachtes wie zuvor erwähnt ein äußeres Schutzrohr aus PVC Rohr Resten gestückelt:

Leider konnten die Arbeiten nicht zuende geführt werden, weil sich das Wetter wieder verschlechterte und es zu kalt für das Aushärten des Kunstharzes wurde. Daher wird hier an dieser Stelle in absehbarer Zeit ein zweiter Teil des Sanierungsberichts folgen.