… im Hasengarten. Neben den zur Jahreszeit passenden Osterglocken haben sich auch viele Margeriten auf dem Rasen niedergelassen:

Archiv für den Monat: März 2010
Erleuchtung
Seitdem wir in unseren Hasenbau gezogen sind, haben wir schon mehrfach unsere Spülfee versehentlich eingeschaltet gelassen, obwohl die Gute schon längst mit ihrer Aufgabe fertig war. Dies lag zum einen daran, das die Betriebsleuchte für das Standardprogramm einen kleinen Wackelkontakt hatte, zum anderen aber auch, dass dieses kleine Lämpchen so schüchtern war und sich nicht getraut hat so richtig dolle zu leuchten:

Das hat auf Dauer sowohl die Häsin als auch den Hasen genervt und heute hat sich der Hase kurzerhand an den Eingeweiden der Spülmaschinenbeleuchtungseinrichtung zu Schaffen gemacht und die Lampe für die Normalwäsche instand gesetzt und ein wenig gepimpt …

Gehölzpflege
Heute war es – entgegen der Androhungen der Wetterfrösche in den Medien – zeitweise sonnig und die Hasen entsprechend heiter. So wurde schon vor dem Frühstück entschieden, dass es heute der Hecke im Vorgarten an den Kragen gehen sollte, da sie schlicht und einfach zu mächtig wurde:

Also wurde die Heckenschere aus dem Winterschlaf geholt und der Hase hat gemetzelt während die Häsin den weiteren Vorgarten gerichtet hat.

Nun sieht die Hecke zwar ein wenig gerupft aus, aber wie heißt es so schön, etwas Verlust ist immer. Man könnte auch von einem unvermeidlichem Kollateralschaden sprechen. Aber das wächst sicherlich spätestens im nächsten Frühjahr wieder zu.

Jetzt kann der Frühling kommen …

Osterdeko
Kaum ist Weihnachten vorbei, steht schon wieder der Osterhase vor der Tür. Natürlich haben wir selbige geöffnet und hier direkt im Windfang hat er sich niedergelassen:

Der kleine Häserich hat uns auch noch etwas Feines mitgebracht 🙂

Man muss allerdings genau hinschauen, um zu erkennen warum der Hase auf dem Etikett wahrlich Glück gehabt hat …

Gruß aus der Vergangenheit
Der heutige Plan sah vor, die Steckdosen-Lichtschalter-Kombination im Roten Salon endlich auch auf eine aktuelle Technik zu modernisieren. Also Steckdose und Schalter herrausschrauben und die neuwertigen Unterputzeinsätze einschrauben und fertig. So war der Plan. Nach dem Abnehmen der Abdeckung prangte dem Hasen zunächst ein Gruß aus der Vergangenheit entgegen:

Da blinzelt einen doch tatsächlich das alte Siemens & Halske Logo mit den beiden ineinander verschlungenen Buchstaben S & H an … an sich nichts besonderes, wenn es die Firma unter diesem Markennamen nicht bereits seit Anfang der 70er Jahre nicht mehr gäbe (das ist seitdem alles die Siemens AG) … Also muss die Steckdose vermutlich über 40 Jahre alt sein.
Also wurde es eigentlich wirklich Zeit zum Austausch, aber nach dem Herausschrauben stellte der Hase wieder einmal fest, dass man Steckdosen und Lichtschalter offenbar auch ohne Unterputzdose prima in der Wand verankern konnte, als die Höhle (um-) gebaut wurde 🙁

Obendrein stellt sich der aufmerksame Beobachter die Frage, warum hier zwei graue Drähte ankommen (die grüne Markierung dient der nachträglichen Identifizierung des vermutlichen PE Anschlusses). Übrigens war schwarz N und der andere graue L …
Der Aufwand jetzt am Wochenende die ganze Wand aufzustemmen und Dosen einzugipsen erschien dann doch übertrieben hoch, sodass es halt an diesem Wochenende keine neue Steckdose und Schalter im Roten Salon geben wird.
Frühlingserwachen
Da kommt man nichts ahnend eines Abends nach Hause in die Hasenhöhle und wundert sich was ist das denn dort im Vorgarten? Ein paar lustige und offenbar dem Nachtfrost trotzende kleine Krokanten (oder waren es doch Krokusten oder gar Krokusse…) haben es sich bereits neben dem Lavendel gemütlich gemacht. Na dann kann der Frühling ja nicht mehr weit sein 😉

Finger Status
Da der Hase lange Zeit nichts mehr von der reparierten Hasenpfote geschrieben hat, erfolgt hier zwischendurch einfach nochmal ein kleines Update. Bis auf die Tatsache, daß immer noch ein kleines eingewachsenes Stück Faden in der Haut sitzt, sieht der Finger gut aus:

Die Narbe verheilt gut und muss mehrmals täglich mit Fettcreme eingesalbt werden, da das Narbengewebe selbst wesentlich härter als die weichen Finger ist. Somit stört die Narbe auch noch recht stark beim Strecken und Beugen des Fingers, aber das wird sich innerhalb der nächsten Monate sicherlich noch geben.

Hasenhöhle voll vernetzt
Nachdem der Hase seine Pfoten wieder einigermaßen benutzen konnte, machte er sich weitere Gedanken um die automatisierte Steuerung und Überwachung einiger Prozesse in der Hasenhöhle, wie Temperaturen, Türen und das Licht. Die bislang zwar gut funktionierende PIC Prozessor basierende Lösung war für den längerfristigen Einsatz zu unflexibel geworden. Daher sollte jetzt eine „Haussteuerung 2.0“ in Form einer PC basierenden Lösung realisiert werden.
So wurde kurzerhand ein energiesparender Kleincomputer (Asus eee Box B202) erworben, der im Betrieb deutlich unter 20 Watt Energiebedarf hat:

Natürlich musste das standardmäßig vorinstallierte Windows erst einmal als datentechnischer Sondermüll entsorgt werden und einem richtigen Betriebssystem weichen (Ubuntu Server 8.04). Dann wurden die notwendigen 1-wire Treiber compiliert, um die vorhandene Sensorinfrastruktur in der Hasenhöhle anzubinden. Über die USB und Ethernet Anschlüsse kann der Rechner nach außen kommunizieren, hier wurde dann zusätzlich auch noch ein neues serielles 4-zeiliges Display angeschlossen.

Dieses bietet in dieser Ausführung ebenso wie die ehemalige PIC Lösung 4 frei programmierbare Status-LEDs aber zusätzlich noch eine kleine Navigations-Tastatur, um später interaktiv mit dem System in Kontakt treten zu können, ohne an einen PC im Haus gehen zu müssen.
Der Hase wollte natürlich auch das Gira Funkbussystem für die Lichtsteuerung in die Automation integrieren, da hierdurch zum Beispiel prima wiederkehrende zeitgesteuerte Aufgaben zentral erledigt werden können. Leider gibt es keine fertige Lösung am Markt, um das Gira System in eine TCP/IP basierende Infrastruktur einzubinden. Da das Funkbussystem auf dem so genannten Instafunk Protokoll der Firma Insta aufbaut, gibt es aber eine akzeptable Lösung: So wurde einfach schnell eine eigene Schaltung zusammen geschustert und ein kommerzielles serielles Sende-Empfangsmodul von Insta via USB Wandler an den Steuerrechner angeschlossen:

Vielleicht gibt es irgendwann auch noch ein schickes Gehäuse mit einer vernünftigen Antenne anstelle des Viertelwellen-Drahtes …
Nun musste noch ein wenig Software geschrieben werden, und voilà … fertig ist das Hasenhöhlen Monitoring & Control System 🙂 Neben der lokalen Anzeige im LCD Display im Flur ist dank der Vernetzung auch ein Zugriff über eine Web-Oberfläche möglich, welche sogar von Unterwegs vom iPhone bedienbar ist …
Eine Infoseite mit dem tagesaktuellen Temperaturverlauf (Wohnzimmer, Keller, Heizkreis, Aussen) bietet einen schnellen Überblick über die aktuellen Gegebenheiten in der Höhle:

Natürlich wird auch der Status der Tür- und Fensterkontakte im Keller angezeigt …

Die Steuerung der Lichtquellen kann über die Oberfläche per Knopfdruck erfolgen …

… oder zeitgesteuert entweder zu fest vorgegebenen Zeiten (zum Beispiel werden wochentags um 08:15 Uhr alle Lichter ausgeschaltet, falls man das im morgendlichen Trott vor dem Verlassen der Höhle nicht gemacht hat) oder zu den berechneten Sonnenauf- und Untergangszeiten (zum Beispiel für das Herauf- oder Herunterfahren der Jalousien oder das Einschalten des kleinen Lichts im Windfang):

So schön das neue Hasenspielzeug auch funktioniert, einen Nachteil kann man nicht von der Hand weisen; es führt zu einem immer größer anwachsenden Verkabelungschaos in der Kammer, wo die zentrale Technik ihren Platz gefunden hat:

Da nun schon einmal ein PC im Dauerbetrieb zur Verfügung steht, bot es sich an, diesen auch als VPN Tunnelende für entsprechende Fernverbindungen zu benutzen. Auch bietet er sich als Dateiserver für Daten an, die man eventuell mal von Unterwegs abrufen möchte …

