Archiv für den Monat: Mai 2011

Earl Euchtung

Beim Einzug in die Hasenhöhle gefiel uns das dunkle Holz der im Esszimmer abgehangenen Decke nicht, und die Häsin hatte diese daher sofort mit weißem Lack überstrichen. Trotzdem sollte die Decke eines Tages glatt werden, da man noch immer die Holzstruktur sah. Außerdem wollten die Hasen auch noch das Beleuchtungskonzept der Essecke optimieren und für mehr Grundhelligkeit sorgen.

Testweise wurde eine eigentlich zum versenkten Einbau vorgesehene Industrieleuchte auf bzw. unter die Decke geschraubt, und so festgestellt, dass unsere Idee funktionieren würde. Nun war es dann also soweit, wir wollten das Projekt Esszimmerdecke angehen und somit musste erst einmal die alte Decke komplett entfernt werden.

Schnell fanden wir dann auch die Ursache der seltsamen und thematisch nicht immer passenden Geräusche in der Essecke, wenn oben im Bad jemand die Entsorgungseinrichtungen benutzte:

Es kam ganz schön viel Holz von der Decke und dieses musste dann auf dem Gartentisch noch von Nägeln und Krallen bereinigt werden, um es beim nächsten Sperrmüll entsorgen zu können.

Da für die neu einzusetzende Decke Rigipsplatten zur Anwendung kommen sollten, musste die vorhandene Stützkonstruktion auf das notwendige Rastermaß von 600mm umgebaut werden …

… und schon konnten die ersten zurecht gestutzten Platten an die Decke geschraubt werden:

Bei der Gelegenheit stellte sich heraus, daß es den Hasen ungemein nervte, die Schrauben immer nicht zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle im Zugriff zu haben. Daher wurde flugs ein Schraubenhalter an die Leiter gebastelt.

Die Häsin nutzt die Zeit und schneidet währenddessen schon die nächste Platte zurecht. So wird Pfote in Pfote gearbeitet.

Um den bereits weiter oben erwähnten Geräuschen beizukommen, wurde eine aus einem anderen Bauprojekt noch in reichlicher Menge vorhandene Dämmwolle um die Schallquelle und auf die Oberseite der Decke aufgebracht:

Stück für Stück schließt sich die Decke und es bleibt nur noch ein kleiner Streifen in der Mitte übrig, in den später dass letzte Stück Gipskarton eingepasst werden muss.

Nun können die Ausschnitte für die Einbauleuchten gesägt werden, wobei sich herausgestellt hat, daß es mit der normalen Stichsäge einfacher als mit der Oszillationssäge geht. Da hat sogar der Hase gestaunt.

Und schwupp, da sind die Lampen in der Decke und spenden ihr natürlich künstliches Tageslicht.

Moment mal, Tageslicht, künstlich, ja wie soll denn das gehen? Handelsübliche Neonröhren haben eine Licht- bzw. Farbtemperatur von 4000 Kelvin und besitzen nur wenige spektrale Anteile der natürlichen Sonne. Es gibt aber zum Beispiel vom Hersteller NARVA so genannte Tageslichtröhren, die bei 5500 Kelvin strahlen und auch dem Sonnenlicht ähnliche UV Anteile besitzen. So wirkt das künstliche Licht beim ersten Eindruck gar nicht mehr so künstlich und es gibt auch kein Zwielicht wenn Sonne und Röhre parallel um die Gunst des Auges eifern.

Zur Helligkeitsadaption morgens und abends bedarf es einer kleinen Modifikation der Leuchten – die standard Vorschaltgeräte müssen weichen und elektronische Hochfrequenzvorschaltgeräte mit Steuereingang werden samt einem Steuergerät für den Funkbus in die Leuchten eingebaut:

Auf den folgenden zwei Bildern sieht man den Unterschied in der Essecke ohne Deckenlicht und mit eingeschaltetem Deckenlicht. Im Vergleich dazu sieht man rechts im Bild eine handelsübliche Energiesparlampe, deren Licht ähnlich einer im Wohnraum zu verwendenden Neonröhre ist:

Der Strom für die Beleuchtung wird übrigens vom Hasen mittels eines zentral positionierten Anschlußstücks selbst bereitgestellt:

Das ist natürlich Quatsch und der Hase hat nur ein Spässle gemacht … Letztendlich muss nun nur noch ein wenig geputzt werden, und schon kann das Esszimmer wieder eingeräumt und die neue Hängeleuchte montiert werden.

Man merke: Rigips sägen ist eine ganz schön dreckige Sauerei im Wohnraum. Aber Rigipsfugen beischleifen noch viel mehr … Ausstehend sind nun noch die Abschlußleisten rund um den Wandabschluss und die Stirnseite zum Wohnzimmer. Aber das kann man dann ja zusammen mit den Fußleisten angehen …

Fensterschmuck

Was lange währt wird endlich gut – die Häsin hat nun die seit längerem herumliegenden Gardinen im Schlafzimmer angebracht. Im Vorfeld war zunächst ein Nähkurs bei der Hasenmama in Berlin sowie die Anschaffung von klebbarem Klettband von nöten.

Nun steht man im Schlafzimmer beim Anziehen nicht mehr direkt auf dem Präsentierteller und es sieht wieder ein wenig wohnlicher aus. Jede Woche ein Bisschen mehr …

Loorbeeren ernten

Mit manchem Loorbeer ist nicht gut Kirschen essen. Insbesondere nicht wenn auch noch die Hasen ins Spiel kommen. Seit langem nervte uns der Kirschloorbeer an der Kellertreppe, streifte man doch immer dagegen wenn man dort entlang hoppelte.

Also schnappte sich die Häsin die Säge und ging dem Gehölz an den Kragen bzw. die Wurzel. Nachteilig dabei war jedoch ein anschließend klaffendes Loch auf dem Grenzstreifen zum Nachbarn.

Dieser fand die Lücke ebenso wie wir wenig schön und reagierte spontan und schneller als wir es konnten und flugs war eine hölzerne Trennwand aus ausgewählten Hölzern errichtet.

Etwas ähnliches hatten die Hasen auch vor, aber so hat er uns die Arbeit erspart. Vielen Dank Herr Nachbar 😉