Heute war es soweit, dass Wetter ließ die Bauarbeiten für den ersten Sanierungsabschnitt zu und die eigentlich für sieben Uhr erwarteten Arbeiter trafen mit etwas Verspätung gegen Viertel vor Neun ein:

Zügig wurde anhand des im Büro erstellten Sanierungsplans und einer aktuellen Kamerafahrt festgestellt, dass der Sanierungsplan völlig am Bedarf vorbei geht. Ursprünglich war geplant, jeden Meter an der Übergangsstelle zweier Tonrohre eine kurze Reparaturmanschette einzubringen. Vor Ort kamen die Kanalarbeiter jedoch schnell zu dem Schluss, dass nur längere und in sich geschlossene Stücke (Schlauchliner) auf Dauer die geforderte Dichtigkeit bringen. Also kurzerhand den Sanierungsplan geändert.
Wo wir schon einmal dabei waren, wurde auch schnell ein fast drei Meter langes Stück Kanal stillgelegt und durch eine sowieso bereits im Heizungskeller obergründig geführte Rohrleitung ersetzt (und die Kosten somit mal eben um knapp 500,- EUR reduziert). Im folgenden Bild sieht man am linken Rand das alte Fallrohr von Küche, Garage und Gästeabort im Boden enden:

Hier wurde nun eine Umwegleitung an der Kellerwand befestigt und das Abwasser an einer anderen Stelle zur Grundleitung geführt:

Übrig bleibt ein stillgelegtes Teilstück, welches nur noch gelegentlich verfüllt werden muss:
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Der Revisionsschacht musste erweitert und das Rohr geöffnet werden, um die langen Schlauchliner für die geraden Strecken einbringen zu können:

Auch an der Stelle des zweiten Revisionszugangs wurde sozusagen Tabula rasa gemach und das Rohrstück komplett entfernt:


Hier wurde später mit Reststücken des zugekauften Kunststoffrohres eine neue Schutzhülle für die Führung des Schlauchliners eingepasst.
In der Zwischenzeit wurden vor dem Haus die neuen Stücke vorbereitet:

Der Schlauchliner besteht aus einer dicken Glasfasermatte, die mit einem frisch zusammengerührten Zwei-Komponenten-Harz getränkt wird:

Die Matte wird dann um einen aufblasbaren langen Gummischlauch gewickelt und mit einer Art Frischhaltefolie geschützt:

Diese „Wurst“ wird dann mit Seilen in den zu sanierenden Kanal gezogen und anschließend mit Druckluft von innen gegen die Rohrwände gepresst:

Ein Druck von etwa 3,5 bis 4,0 Bar muss aufrecht erhalten werden.


Im letzten Bild erkennt man, wie an den offenen Lücken das Harz austritt. Der Druck muss nun zwei Stunden lang einwirken, damit das Harz aushärten kann. Anschließend hat man technisch gesehen ein neuwertiges Stück Kunststoffrohr. Zum Schutz vor mechanischen Einwirkungen wurde hier an der offenen Stelle des ehemaligen 2. Revisionsschachtes wie zuvor erwähnt ein äußeres Schutzrohr aus PVC Rohr Resten gestückelt:

Leider konnten die Arbeiten nicht zuende geführt werden, weil sich das Wetter wieder verschlechterte und es zu kalt für das Aushärten des Kunstharzes wurde. Daher wird hier an dieser Stelle in absehbarer Zeit ein zweiter Teil des Sanierungsberichts folgen.