Archiv für den Monat: November 2010

Waschen – Trocknen – Legen

Der Hase muss es zugeben: Es ist bequem die frisch gewaschene Wäsche anschließend im Trockner zu trocknen und direkt in den Schrank räumen zu können. Aus energietechnischer Sicht ist dies natürlich absolut nicht zu befürworten, mehr Kraftwerke und mehr CO2 für ein Bisschen mehr Bequemlichkeit. Auf der anderen Seite riecht die Wäsche nun auch nicht mehr nach Keller, denn mangels überdachten Außenbereichs mussten wir in der Winterzeit die Wäsche wohl oder übel im Heizungskeller trocknen, was zu entsprechendem Ölgeruch in der Wäsche führte.

Also gab der Hase dem langjährigen Wunsch der Häsin endlich nach und so kam es, dass wir nun nach mehrtätiger intensiver Recherche in diversen Fach- und Einzelhandelsgeschäften einen Wäschetrockner aus inländischer Produktion im Keller stehen haben …

Es handelt sich um einen Miele Wärmepumpentrockner, der im Vergleich zum herkömmlichen Kondenstrockner nur etwas mehr als die Hälfte der Energie benötigt. So fällt es dem Hasen wenigstens etwas leichter …

Entschädigt für einen gewissen Anschaffungswiderstand von ganz viele Möhrchen wird man im Dunkeln durch eine ansprechende Beleuchtung des Bedientableaus, die obendrein eine willkommene Alternative zum Fernsehabend sein kann …

Der Hersteller gibt an, dass das Gerät für eine Standzeit von 20 Jahren ausgelegt ist, wir werden dann im Hasenblog am 30. November 2030 erneut berichten – bleiben Sie dran!

Schiebung

Man muss nur genug Geduld aufbringen, wenn man ein tolles Angebot im örtlichen Heimwerkerparadies verpasst hat. So hatten die Hasen sich in die Blume geknabbert, weil sie nach dem Umbau der besagten Verkaufsstelle das Einweihungsangebot der neu eröffneten Filiale (die während des Umbaus gar nicht geschlossen war…) mit der preisgünstig angebotenen gewünschten Schiebetür nicht rechtzeitig wahrgenommen hatten und selbige flugs ausverkauft war. Aber nun war es soweit, die Beilage des Marktes pries diese sogar von Wikingern empfohlene Glas-Schiebetür für wenig Möhrchen an:

Also ist die Häsin hoch zu Elch zum Markt gefahren geritten und erfolgreich mit der Schiebetür heimgekehrt. So hatte der Hase endlich wieder was zu Schrauben und nahm sich der Tür samt Führungsschiene an und legte los.

Es stellte sich heraus, dass entgegen den Erwartungen das Bohren in den Sturz über dem Durchgang ganz hervorragend ging und lediglich kleinere Unebenheiten an der Wand durch gezielte Wiederverwendung von häuslichem Altmetall ausgeglichen werden konnten. Man soll halt nichts vorzeitig wegwerfen …

Schlussendlich wurde die Tür in die fertig montierte Laufschiene eingesetzt und feinjustiert. Dann konnte die Bodenführung montiert werden, et voilà nun lässt sich die Küche geräusch- und geruchstechnisch vom Wohnzimmer abkoppeln.

Nun fehlt uns nur noch ein passender Türgriff, da wir den originalen in unserer Konstellation so nicht verwenden können. Schön wäre eventuell ein elektrischer Antrieb, sodass man entweder per Bewegungssensor oder Knopfdruck die Tür öffnen oder schließen kann. Mal schauen, was dem Hasen so über den Weg läuft …

Am nächsten Tag zeigte sich bereits der angenehme Nebeneffekt der Trennung von Küche und Ess-/Wohnzimmer dahingehend, dass die Temperatur im Wohnzimmer morgens nach dem Ende der Nachtabsenkung sehr deutlich angestiegen war und wir die Heizung nun weiter zurückdrehen konnten. Auf der Temperaturkurve der Hausautomation kann man das sogar direkt erkennen:

Wir haben am 26.11. abends gegen 21 Uhr die Tür fertig eingebaut gehabt und dann über Nacht geschlossen. Auch am heutigen 27.11. haben wir die Tür immer bis auf einen Spalt geschlossen gehabt und beim gemütlichen Fernsehabend vor unserem Heimempfänger sogar vollständig geschlossen. Trotz zuvor bereits manuell reduzierter Heizleistung stieg die Temperatur im Vergleich zu vorher deutlich an. Es zeigt sich also wieder einmal, dass man mit einfachen Mitteln wie dem gezielten Schließen von Türen (so sie denn vorhanden sind) pure Energie und damit bares Geld einsparen kann. (Ebenso sieht man übrigens auch, dass wir am 23.11. von der Nachtabschaltung auf die Nachtabsenkung umgeschaltet haben.)

Im Nachhinein betrachtet ist offenbar viel warme Luft durch die Küche in den ungeheizten Flur abgezogen. Umso wichtiger wäre ein automatischer Türmechanismus, da sich unser Felltier mitnichten dazu bereit erklärt, entweder drinnen im Wohnzimmer oder draussen in der Küche zu bleiben. Also müssen wir – wie zuvor erwähnt – zumindest wenn wir nicht da sind, die Tür wenigstens einen Spalt breit offen lassen.

Schneegeklingel

Nun ist es zwar schon wieder über 2 Wochen her, dass die Temperaturen im November noch einmal sehr mild wurden, aber unsere Schneeglöckchen im Vorgarten sind standhaft und stehen auch am 21. November noch die letzten Sonnenstrahlen erheischend herum …

Das musste einfach gewürdigt werden und somit überwintern die kleinen Klangblümchen munter hier bei uns im Hasenblog.

Schmelzkäse

Vor vielen Jahren hat der Hase bei Bekannten eine ihm bis dahin gar nicht bekannte Art des Raclettes kennengelernt. Unter einer einer Schreibtischlampe nicht unähnlichen Wärmelampe wird ein halber Käselaib eingespannt und dessen oberste Schicht flächig angeschmolzen. Der Laib wird dann über eine Schwenkmechanik unter der Wärmequelle hervorgeschwenkt und die weiche Schicht mit einem Holzschaber abgeschabt und für den Verzehr auf den Teller geschoben.

Anlässlich des im letzten Monat stattgefundenen Hasenjubiläums gab es von der Familie nun ein solches Schweizer Präzisionsgerät und jenes musste natürlich zeitnah eingeweiht werden 😉

Die Käselampe steht für den Einsatz bereit …

… und auch ein entsprechender Käse wurde kurzfristig organisiert:

Eine bekannte Volksweise sagt Ein Ganzes macht zwei Halbe, das weiß doch jedes Kind und daher wurde der knapp 8 Kilogramm wiegende Laib in geteilt:

Nun konnte also die Käselampe angeschaltet werden und der Käse seiner Bestimmung übergeben werden, wobei gewissenhafte Kontrolle des Schmelzvorganges notwendig ist, um den richtigen Zeitpunkt der Käseschmelze zu bestimmen:

Ist der richtige Zeitpunkt erreicht, sieht die oberste Schicht so aus und kann geerntet werden:

Und eine Stunde später ist der ehemalige knapp 4 Kg wiegende halbe Laib deutlich dünner und im Gegensatz dazu die beteiligten Laiber der Verkoster deutlich dicker geworden …

Eine tolle Sache für maximal 6-8 Esser, denn es dauert durchaus seine Zeit bis man bei der reihum vonstatten gehenden Käsezuteilung wieder an der Reihe ist. Es macht viel Spaß den Käse bei Laune zu halten, also auch die Ränder entsprechend dem Schmelzvorgang zu bearbeiten und mit abzuschaben. Und es ist vor allem LECKER!

An dieser Stelle noch eimal allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön für das schöne Geschenk! Auf baldiges Wiederschmelzen!