Vor vielen Jahren hat der Hase bei Bekannten eine ihm bis dahin gar nicht bekannte Art des Raclettes kennengelernt. Unter einer einer Schreibtischlampe nicht unähnlichen Wärmelampe wird ein halber Käselaib eingespannt und dessen oberste Schicht flächig angeschmolzen. Der Laib wird dann über eine Schwenkmechanik unter der Wärmequelle hervorgeschwenkt und die weiche Schicht mit einem Holzschaber abgeschabt und für den Verzehr auf den Teller geschoben.
Anlässlich des im letzten Monat stattgefundenen Hasenjubiläums gab es von der Familie nun ein solches Schweizer Präzisionsgerät und jenes musste natürlich zeitnah eingeweiht werden 😉
Die Käselampe steht für den Einsatz bereit …

… und auch ein entsprechender Käse wurde kurzfristig organisiert:

Eine bekannte Volksweise sagt Ein Ganzes macht zwei Halbe, das weiß doch jedes Kind und daher wurde der knapp 8 Kilogramm wiegende Laib in geteilt:

Nun konnte also die Käselampe angeschaltet werden und der Käse seiner Bestimmung übergeben werden, wobei gewissenhafte Kontrolle des Schmelzvorganges notwendig ist, um den richtigen Zeitpunkt der Käseschmelze zu bestimmen:

Ist der richtige Zeitpunkt erreicht, sieht die oberste Schicht so aus und kann geerntet werden:

Und eine Stunde später ist der ehemalige knapp 4 Kg wiegende halbe Laib deutlich dünner und im Gegensatz dazu die beteiligten Laiber der Verkoster deutlich dicker geworden …

Eine tolle Sache für maximal 6-8 Esser, denn es dauert durchaus seine Zeit bis man bei der reihum vonstatten gehenden Käsezuteilung wieder an der Reihe ist. Es macht viel Spaß den Käse bei Laune zu halten, also auch die Ränder entsprechend dem Schmelzvorgang zu bearbeiten und mit abzuschaben. Und es ist vor allem LECKER!
An dieser Stelle noch eimal allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön für das schöne Geschenk! Auf baldiges Wiederschmelzen!