Archiv der Kategorie: Hasenhöhle

Unter Tage

Heute kam der lang ersehnte Kostenvoranschlag für die notwendige Kanalsanierung. Wir haben also mit etwa 5.300,- Euro zu rechnen wenn man neben der Sanierung auch die Kosten für die beiden Abnahmen (Schadensdokumentation und abschließende Druckprüfung) mit einbezieht. Damit sind wir noch auf der harmlosen Seite, verglichen mit einigen Nachbarn, denn unser Kanal ist an keiner Stelle richtig eingefallen, sondern es tritt nur – neben kleineren Rissen – an nahezu jeder Übergangsstelle der 1m Rohrstücke aus Tonstein ein Versatz auf:
U1F5

U1F8

U1F11

Die Häsin erteilt heute den Auftrag, sodass wir davon ausgehen im Laufe der Winterzeit die Sanierung abgeschlossen zu haben, da nicht gebuddelt werden muss sondern „nur“ mittels Roboter durch ein noch zu schaffendes Zugangsloch im Heizungskeller ferngesteuert die Lücken verschlossen werden (sogenanntes Inliner Verfahren).

HHEP @ Nikolaussonntag

Heute war der große Tag im Hasenbau. Wir hatten alle an Umbau, Renovierung, Reinigung und Umzug beteiligten Helferhäschen sowie viele Freunde, Kollegen und Nachbarn zur großen Hasenhöhleneinweihungsparty (HHEP) eingeladen. Da wir schon ahnten, dass wir nicht zeitgleich 50 Personen komfortabel unterbringen können, haben wir je einen Teil auf den Vormittag zum Brunch und den zweiten Teil zum nachmittäglichen Kaffee und Kuchen mit optionaler Suppe und Mettbrötchen eingeladen, um gegenseitiges Auf-die-Pfoten-Treten zu minimieren.

Am Samstag haben die Hasen bereits alles vorbereitet, eine Bierzeltgarnitur sowie Stehtische ins Wohnzimmer gestellt, einen weiteren Stehtisch im Flur platziert und im Windfang aus den passgenauen Bett-Brettern aus dem Pinzi ein praktisches Buffet gebaut. Am Sonntag früh haben die Hasen dann das Buffet selbst vorbereitet und um 11 Uhr konnte es wie geplant losgehen.
IMG_3733

Es gab unter anderem Rührei mit Speck, herzhafte Ofensuppe, Hackfleischpizza, Brötchen mit Mett und Zwiebeln oder wahlweise riechendem oder duftfreiem Käse. Käse zum Selberkurbeln, Wackelpudding, Schokoküsse, Auberginenauflauf, Hackbällchen, verschiedene Wurstsorten und neben Schmalz auch noch weitere streichfähige Variationen. Wem dies noch nicht genug war, konnte sich auch mit Kartoffelsalat und optionalen Würstchen stärken.
IMG_3743

Später kamen dann die diversen Kuchen auf das Buffet, allen voran ein essbarer Hasenbau im Maßstab 1:50, dazu Sprudelkuchen, Apfelstrudel und einer von einem gewissen Herrn Coppenrath auf der Wiese gebackenen Schoko-Kirsch-Kreation aus dem dunklen Walde 😉
IMG_3735

An Getränken stand neben Kaffee und Tee eine reichhaltige Auswahl an vornehmlich kühlen Erfrischungen bereit, wie Milch, Schokolade, Wasser mit und ohne Sprudel, Cola, Fanta, Sprite und Orangensaft. Selbstverständlich wurde auch für eine ausreichende Menge Blubberwasser Sekt gesorgt, um die Meute gut durch den doch langen Tag zu bringen. Wem dies alles noch nicht reichte, dem stand auch Wein und die Erzeugnisse regionaler und überregionaler Deutscher Braukunst zur Seite.
IMG_3738

IMG_3742

IMG_3755

IMG_3757

Manch einer wurde bei versuchter erwünschter Völlerei ertappt, aber mit Heiligenschein ist man ja bekanntlich immun. Ob das allerdings auch für gegen Kalorien gilt, konnte nicht restlos geklärt werden.
IMG_3758

Wir und alle Gäste hatten viel Spaß, keiner musste hungrig nach Hause hoppeln und wir haben dann abends noch die gröbsten Spuren beseitigt, bevor wir um halb Eins in der Frühe ins Bett fielen.

Vielen Dank für die schönen Geschenke, die Ihr alle mitgebracht habt. Nun sind wir wieder ein großen Schritt weiter für unsere neue Küche. Und außerdem schöne Bilder, Pflanzen (auch -gutscheine) und Vieles mehr. Obendrein haben wir nun erst einmal ausreichend Salz für die nächsten Jahre 🙂

Natürlich musste es zum Einzug in den Hasenbau auch einen entsprechenden Bezug geben, und dieser hängt nun direkt an prominenter Stelle im Flur:
IMG_3771
Schön dass Ihr alle da wart, und für die, die leider nicht dabei sein konnten, werden wir im kleinen Rahmen bei nächster Gelegenheit zu einen kleinen Umtrunk laden.

Spieglein an der Wand

Seit der Fertigstellung des Windfangs hatten die Hasen vor, einen Spiegel über die Kommode zu hängen. Ein Hemnes von IKEA sollte es sein, jedoch scheint der liebe Ingvar diesen stillschweigend aus dem Lieferprogramm genommen zu haben. Dank diverser Internetplattformen haben wir es jedoch geschafft, ein wenig gebrauchtes Exemplar in der gewünschten Farbe online zu finden und persönlich in der Nähe abzuholen. Natürlich konnten wir es nicht erwarten und mussten Hemnes gleich noch nach der Arbeit hängen aufhängen:
IMG_3723

Infrarotstrahlung

Der Hase hat (mal wieder…) ein neues Spielzeug. Diesmal ist es ein Infrarot-Thermometer, also ein Thermometer, welches berührungslos die von jedem Gegenstand abgegebene Wärmestrahlung erfasst (Stichwort Pyrometer):
IMG_3721
Dieses handliche Gerät kann auf eine gewisse Entfernung mit einem Ziellaser auf die Messstelle gerichtet werden und zeigt dann die Temperatur des anvisierten Objekts im Display an, hier zum Beispiel die Oberflächentemperatur unserer Haustür:
IMG_3728
Interessant wird es natürlich erst dann, wenn man sich die Kälteverteilung der Außenwände bzw. die verschiedenen Flächen innerhalb eines Raumes anschaut und so darauf kommt, wo und wie die wertvolle Heizenergie in der kalten Jahreszeit verschwindet. Zum Test musste als Erstes die Arbeitshöhle herhalten:
IMG_3729
Hier sieht man schön, wie der auf mittlere Temperatur gedrosselte Heizkörper die darüber liegende Wand aufheizt und weiter Richtung Decke die Temperatur wieder abnimmt.

Schallarchiv

Nachdem durch den Kauf eines modernen integrierten CD-Receivers die Armada an Verstärkern, CD-Playern und Tunern im Medienschrank hinter der Wohnzimmertür obsolet wurde, haben wir in der freigewordenen Nische nun unsere vorhandenen IKEA CD Regale aufhängen können und die vormals kahle Wand somit erfolgreich zu unserem kleinen Schallarchiv gemacht. Das sieht gleich wieder ein wenig bewohnter bzw. wohnlicher aus.
IMG_3708
Alle guten Vorsätze, jetzt endlich mal wieder die CDs nach Künstlern zu sortieren, haben wir gleich wieder verworfen, weil auf Dauer doch das Gesetz der höchsten Entropie Einzug hält, und man sich die Mühe somit sowieso sparen kann.

Willkommen im Rußland

Nein, die glorreiche Sowjetarmee ist nicht im Rheinland einmarschiert, dennoch war heute unverhofft ein recht rußiger Abend angesagt. Die Ölheizung hat nämlich innerhalb einer Woche zweimal am frühen Morgen ihre Aufgabe nur bedingt bis gar nicht wahrgenommen, sondern den Hasen mit einer rot leuchtenden Störlampe begrüßt. Nach einem manuellen Brennerstart lief sie dann jedoch jeweils wieder für einige Tage unauffällig. Heute war der Hase allerdings zufällig im Heizungskeller, als der Brenner mehrmals vergeblich versuchte zu Zünden, und erst im fünften(!) Anlauf sauber startete. Dies ließ dem Hasen keine Ruhe, und so wurde kurzerhand der Kessel geöffnet und nach der Ursache geforscht.
IMG_3698
Links sieht man die Brennkammer des Kessels und rechts die Kesseltür mit dem heraus ragenden Flammrohr des Ölbrenners. Bei näherer Betrachtung sieht der Bereich um die Verwirbelungszone bzw. der Mischerbereich rund um die Einspritzdüse recht seltsam aus:
IMG_3700
Eine nicht unerhebliche Menge Ölkohle, also festgebackener Ruß, hat sich am Flammrohr abgesetzt und so allmählich dazu geführt, daß der Brenner nicht sauber starten kann. Eine Fotozelle kontrolliert nämlich während der Startphase, ob die Flamme ordentlich zündet, nur konnte sie bei dieser massiven Ablagerung keine ordentliche Flamme detektieren, weil nur vergleichsweise wenig Gefunzel im Kessel stattfand, da die Ablagerungen die Flamme in ihrer Ausbreitung behinderten. Also hat der Hase mit einem Schraubendreher und Pinsel vorsichtig den unerwünschten Störenfried entfernt und siehe da, der Brenner sieht aus wie neu. Vom verschmorten Schutzrohr (ich betrachte es als „normalen“ Verschleiß nach vielen Jahren) mal abgesehen …
IMG_3704
Also Kesseltür wieder zu, der irritierten elektronischen Steuerung noch irgendwie zu verstehen gegeben, dass der Brenner jetzt eigentlich wieder brennen sollte und siehe da … Öl marsch – Zündung – und ab gehts. Erfolgreicher Start beim ersten Versuch.

Kein Wunder, daß es vorher nicht mehr zuverlässig funktionierte, denn hier ist das schlussendliche Überbleibsel der heutigen ungeplanten Brennerwartung:
IMG_3706

Neue Heizungsspielereien

Dem Hasen war aufgefallen, dass beim morgendlichen Start der Heizung die Kesseltemperatur durch das aus dem Heizkreis einströmende kalte Wasser mitunter auf ein kritisches Niveau fällt. Dies ist bei dem alten Heizkessel kritisch, da sich unterhalb einer bestimmten Kondensationstemperatur säurehaltiger Niederschlag an den Kesselwänden absetzen kann, der im schlimmsten Fall zur Durchrostung führt. Daher gibt es nun ein Kesselschutzrelais, welches bei einer Temperatur von unter 62°C die Zirkulationspumpe des Heizkreises vorübergehend abschaltet. Hierdurch wird die Kesseltemperatur schneller wieder aus dem Gefahrenbereich heraus gefahren:
IMG_3609

Beim Basteln war außerdem noch aufgefallen, dass an der hinteren Kesselwand herstellerseitig überhaupt keine Isolierung vorhanden war. Mit ein Wenig Steinwolle aus dem Baustoffhandel ließ sich zeitnah Abhilfe schaffen, sodass der Kessel im Stand-by nun lediglich alle 4 Stunden anspringen muss, um die Temperatur zu halten. Zuvor waren es alle 3,5 Stunden.
IMG_3611

Versteckspiel

In der Hasenhöhle waren bereits wegen der auf mehrere Zimmer verteilten DSL- und Telefondosen im Treppenhaus und oberen Flur Aufputz-Kabelkanäle verlegt. Der Hase hatte beim Einzug erfolgreich jeden Raum mit einer voll beschalteten Netzwerk-Doppeldose versorgt, musste aber aus Zeit- und Effektivitätsgründen teilweise auf die bestehenden Aufputzkanäle zurückgreifen. Schön sehen sie wirklich nicht aus, jedoch sind sie durchaus praktisch:
IMG_3693_1
Im Gegenteil, eigentlich sind die Kabelkanäle sogar äußerst hässlich, weil sich immer ein dunkler Schatten im Bereich der Seiten bildet. Da die Hasen aber aus verschiedenen Gründen zumindest im Treppenhaus auf der hohen Wandseite neu Tapezieren mussten, bot es sich an, den Kabelkanal versuchsweise einfach mit der Tapete zu verdecken. Das Ergebnis sieht durchaus ordentlich aus, zumindest fällt jetzt im Treppenhaus der Blick nicht mehr sofort und direkt als erstes auf den Kanal:
IMG_3694_1

Auf oder zu ?

Vor einiger Zeit hatte der Hase ja angekündigt, noch ein Wenig zur zentralen Hasenbautechnik zu schreiben. Hier ist nun das Anzeigegerät, welches uns bequem im Erdgeschoss verschiedene Temperaturen aus der Höhle sowie Warnungen zum Beispiel bei offenen Kellertüren anzeigt. Im Ausgangszustand sehen wir hier beispielsweise die Temperaturen vom Keller-Keller ™ und dem Roten Salon:
Hasenbau_MCU_gruen
Sollte jedoch im Keller eine Aussen- oder Zwischentür beziehungsweise das Fenster nicht geschlossen sein, wird dies am Gerät signalisiert. Hier sehen wir sogar quasi das Worst Case Szenario, die Außentür zum Kellervorraum und die Tür zum Gästekeller sind offen, was uns heute tatsächlich Besuch von Nachbars Kater beim Teppichverlegen eingebracht hat:
Hasenbau_MCU_rot
Sicherlich ist das Meldegerät optisch noch nicht besonders schön, aber bis zu einem besseren Design sollte das soweit erst einmal reichen, zumal mit den dem Heimwerkerhasen zur Verfügung stehenden Werkzeugen ein solches Gehäuse nicht gerade filigran zu bearbeiten ist 🙂

Die Hasenhöhlen Monitoring & Control Unit basiert auf einem PIC16Fxxx der über das Dallas 1-wire Protokoll mit den verschiedenen Sensoren über einen selbst definierten Hausbus kommuniziert. Als nächstes fehlt nun noch eine Bohrung zur Garage, um auch dort das Tor und die Tür zum Garten zu überwachen.

Kellergeister

Nachdem die Gestaltung des Treppenhauses dann doch so rasch vonstatten ging, beschlossen die Hasen spontan eine Neugestaltung des Kellerbereichs. Zunächst musste die hübsche Holzdekor-Tapete mit Hilfe von genügend Feuchtigkeit zum Verlassen der Decke überredet werden.
IMG_3655
IMG_3657
Anschließend wurde der darunter befindliche Putz, wo notwendig, ausgebessert und die Decke mit Wandfarbe geweisst. Hierbei stellte sich ein interessanter Effekt im Zusammentreffen von altem Kleister, Seifenlösung und frischer Farbe ein, der in einer Art Rauputz resultierte.
IMG_3691
Im Anschluss wandten die Hasen sich dem stinkigen Bodenbelag zu, der aus Teppichplatten und darunter aus auf der Bodenplatte verklebten Vinylplatten (Flex-Platten) bestand.
IMG_3667
IMG_3668
Zum Glück war der Teppich – quadratisch – praktisch – gut – nur mit doppelseitigem Klebeband auf den Vinylplatten verklebt, und letztere ließen sich ebenfalls nahezu problemlos mittels Spachtel vom Untergrund lösen.
IMG_3673
Nun musste der Untergrund nur noch gründlich gesäubert werden und schon konnte ein neuer Bodenbelag, frisch aus der Bodenbelagsfabrik, verlegt werden. Hier haben sich die Hasen für grauen Balkonbelag entschieden, der sich durch Gumminoppen an der Unterseite auszeichnet und somit bei eventueller Feuchtigkeit im Keller besser trocknen kann.
IMG_3687
Einzig die Fußleisten fehlen derzeit noch, da das Gammel-Braun nicht mehr zum neuen Teppich passt und wir weiße Leisten in der entsprechenden Dicke erst einmal auftreiben müssen. Im Übrigen stellte sich schnell heraus dass der neue Teppich sehr viel besser zur Treppe passt.

Das ganze Treppenhaus (siehe weiter unten) mitsamt den Arbeiten im Kellerbereich haben schon wieder einen ganzen Tag verschlungen, sodass die Hasen in ihrer weiteren Höhlenplanung mal wieder einige Zeit zurückgeworfen wurden… Aber stetig nährt sich das Eichhörnchen der Hase 🙂