Nein, die glorreiche Sowjetarmee ist nicht im Rheinland einmarschiert, dennoch war heute unverhofft ein recht rußiger Abend angesagt. Die Ölheizung hat nämlich innerhalb einer Woche zweimal am frühen Morgen ihre Aufgabe nur bedingt bis gar nicht wahrgenommen, sondern den Hasen mit einer rot leuchtenden Störlampe begrüßt. Nach einem manuellen Brennerstart lief sie dann jedoch jeweils wieder für einige Tage unauffällig. Heute war der Hase allerdings zufällig im Heizungskeller, als der Brenner mehrmals vergeblich versuchte zu Zünden, und erst im fünften(!) Anlauf sauber startete. Dies ließ dem Hasen keine Ruhe, und so wurde kurzerhand der Kessel geöffnet und nach der Ursache geforscht.

Links sieht man die Brennkammer des Kessels und rechts die Kesseltür mit dem heraus ragenden Flammrohr des Ölbrenners. Bei näherer Betrachtung sieht der Bereich um die Verwirbelungszone bzw. der Mischerbereich rund um die Einspritzdüse recht seltsam aus:

Eine nicht unerhebliche Menge Ölkohle, also festgebackener Ruß, hat sich am Flammrohr abgesetzt und so allmählich dazu geführt, daß der Brenner nicht sauber starten kann. Eine Fotozelle kontrolliert nämlich während der Startphase, ob die Flamme ordentlich zündet, nur konnte sie bei dieser massiven Ablagerung keine ordentliche Flamme detektieren, weil nur vergleichsweise wenig Gefunzel im Kessel stattfand, da die Ablagerungen die Flamme in ihrer Ausbreitung behinderten. Also hat der Hase mit einem Schraubendreher und Pinsel vorsichtig den unerwünschten Störenfried entfernt und siehe da, der Brenner sieht aus wie neu. Vom verschmorten Schutzrohr (ich betrachte es als „normalen“ Verschleiß nach vielen Jahren) mal abgesehen …

Also Kesseltür wieder zu, der irritierten elektronischen Steuerung noch irgendwie zu verstehen gegeben, dass der Brenner jetzt eigentlich wieder brennen sollte und siehe da … Öl marsch – Zündung – und ab gehts. Erfolgreicher Start beim ersten Versuch.
Kein Wunder, daß es vorher nicht mehr zuverlässig funktionierte, denn hier ist das schlussendliche Überbleibsel der heutigen ungeplanten Brennerwartung:
