Beim Betrachten des Wirkungsgrades der alten Heizungsanlage und dem Nachdenken über Optimierungsmöglichkeiten, fiel dem Hasen auf, dass die Kesseltür, in welcher der Brenner montiert ist, im oberen Bereich immer sehr warm ist. Kein Wunder, sitzt doch direkt dahinter die Brennkammer.

Dummerweise war es auch eine Stunde nach dem Abschalten des Brenners an und über der Kesseltür immernoch sehr warm. Wie bereits früher erwähnt, soll der Kessel nicht den Heizungskeller heizen, da hier Temperaturen um die 15 Grad herrschen, weil es eine direkte Luftzufuhr von außen gibt. Also was tun? Mit nach dem isolieren des Rolladenkastens im Wohnzimmer übrig gebliebenen PU-Schaum Platten ließ sich eine improvisierte Wärmedämmung des vorderen Kesselbereichs nachrüsten.

Im unteren Bereich kann keine zusätzliche Dämmung angebracht werden, da der Brenner von hier seine Verbrennungsluft aus dem Raum ansaugt. Die Plattenkonstruktion ist mit drei Streifen Panzerband an den Kessel geklebt, sodass sie zu Wartungszwecken mit wenigen Handgriffen wieder entfernt werden kann.
Nachtrag vom 20.11.2009
Statistische Messungen im Hasenkeller haben ergeben, dass der Kessel im Ruhezustand (also während der Abschaltzeiten nachts und tagsüber) im Mittel alle vier Stunden für sieben Minuten anspringt (dies muss er tun, weil eine bestimmte Sockeltemperatur des Kessels nicht unterschritten werden darf). Daraus folgt auf die einzelne Stunde umgerechnet eine Laufzeit von 1’45“, was bei einer Bedüsung von 1,7 kg/h (entspricht bei Heizöl 2,0 L/h) zu einem stündlichen Standby-Verbrauch von etwa 0,06 L/h führt. Dies ist ein Energiewert von 2,1 Megajoule, also insgesamt in Näherung beträgt der Standby Verlust etwa 0,6 kW. Für diesen alten Kessel Baujahr 1980 ist das ein sehr guter Wert. Man sieht also, dass man durch gezieltes Isolieren mit wenig Aufwand durchaus aus alten Anlagen noch einiges herausholen kann. Nichts desto trotz sollte der Kessel natürlich im Laufe der nächsten Jahre durch einen moderneren Niedertemperaturkessel ersetzt werden, da dieser keine so hohe Sockeltemperatur benötigt und daher die Abstrahlverluste nochmals reduziert werden können.