Das im Garten vor sich hin rottende Holz hat der schlaue Hase erfolgreich an den Mann gebracht. Durch gezieltes Werben in der Möhrenfabrik wollte schließlich ein netter Kollege die spärlichen Überreste der Haselnuss zum Verfeuern haben und stellte uns daher am Samstag seinen Anhänger zum Beladen vor die Tür (und holte ihn dann abends natürlich auch wieder ab). Aus dem bisschen Holz im Garten, welches der Hase freimütig als eine Kofferraumladung tarierte, wurde dann plötzlich doch noch ein ganzer Hänger voll:

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Farbtupfer
Am heutigen Freitag haben wir die lange hohe Wand im Treppenhaus tapeziert. So haben wir uns mit Bahnlängen von 4,20 Metern herumschlagen müssen, was aber dank einer dreifach ausziehbaren Leiter dennoch hervorragend ging. Anschließend strichen wir das Treppenhaus in neutralem Weiß, um nicht noch mehr Helligkeit zu verschenken. Der Häsin kam dann aber zurecht der Gedanke, das dort irgendwo eine Art Farbtupfer fehlt, denn an die weiße Wand schließt sich nach oben die weiße Decke und nach unten die weiße Einfassung der Treppenstufen an. Also haben die Hasen, wagemutig wie sie nun einmal sind, ein bisschen Farbe ins Spiel gebracht und voilá, hier ist er, der kleine farbige Tupfer:

Durchgangshalle
Eigentlich wollte der Hase heute nur die lose von der Decke baumelnden „Bauleuchten“ durch richtige Deckenlichter ersetzen. Jedoch setzte sich schnell die Erkenntnis durch, das es sinnvoll wäre zuvor die Decke zu weißen. Schön und gut, also Farbe, Rollen und Pinsel zusammengesucht und alles vorbereitet. Dann kam der Hase ins Grübeln: Wenn ich schon die Farbe hier habe und die Decke weiße, warum nicht gleich die Wände mit streichen? Also wurde es ein nahezu tagesfüllendes Programm, aber nach einigen Stunden, Flüchen und Baumarktbesuchen sieht der Flur nun endlich hell einladend aus, und wir sind wieder ein großes Stück weiter:



Die Lidl Tüte liegt im Flur nicht einfach nur so aus Unachtsamkeit herum, sondern dient als Platzhalter für einen anderen Gegenstand, der als Farbkontrast zur Kellertreppe hin dort aufgestellt werden soll (*räusper* man darf um eine Ausrede nie verlegen sein :-)) Nun fehlen nur noch einige Bilder an den Wänden, aber das bekommen wir bestimmt auch noch gelegentlich hin.
Schaltvergnügen
Am Freitag kamen die neuen Schalter – gerade noch rechtzeitig vor dem Wochenende – und die Hasenschwester war so nett, das Päckchen direkt zum Hasenbau zu bringen. So konnte der Hase schließlich am Sonntag – wo man ja nicht Bohren darf – lautlose Montagearbeiten vornehmen. Im Flur kann man jetzt nun endlich auch das Licht im Gäste WC schalten und muss nicht erst im Dunkeln nach dem Zugseil tasten …

Garstiger Efeu
An der Grenze zwischen Terrasse und Weg zur Garage haben hatten wir eine riesige Hedera helix (gemeiner Efeu), der viel zu mächtig wurde und uns das Ausfahren des Sonnenschutzes über der Terrasse verwehrte. Mit einer eigens angeschafften elektrischen Heckenschere und körperlichem Einsatz der Häsin und ihrem Bruder rückten wir dem gemeinen Kraut herbstgerecht zu Leibe und legten die ihn stützende Palisade frei.


Unser Plan ist jetzt, eine neue Palisade neben die alte, welche inzwischen Teil des Efeus geworden ist, zu montieren, sodass für die nächsten Jahre wieder eine gewisse Stabilität und der Sichtschutz gewahrt ist. Angeblich wuchert das Zeug ja wie die Ferkel und daher müssen wir nächste Woche unser Vorhaben schnell in die Tat umsetzen.
Es werde Licht
In der Wohnhöhle hatten wir vor dem Einzug vor, vom Lichtschalter an der Tür Schlitze für neue Kabel in die Zimmerecken für weitere (Steh-) Lampen zu ziehen, damit diese von der Tür aus schaltbar sind. Aufgrund des mehr als engen Zeitplans kamen die Hasen jedoch davon wieder ab und ließen die Leitungen so wie sie waren. Da der Hase ohnehin im Hasenbau alle Schalter und Dosen im Laufe der Zeit austauschen wollte, bot es sich an, partiell ein Funkbussystem für die ursprünglich geplanten Anwendungen zu benutzen. So gibt es von den großen Installationsanbietern Lösungen, die es erlauben, eine bestehende Schaltergruppe in Unterputztechnik durch Funkschalter zu ergänzen, die einfach auf Putz mit Hilfe einer geklebten oder gedübelten Montageplatte ohne Unterputzdose zu erweitern. Dies sieht dann so aus:
Über den drei bereits existierenden UP Einsätzen (2x Schalter, einmal Steckdose) wird einfach die Montageplatte für einen weiteren Funkschalter mit Kleber befestigt. Anschließend wird der vierfach Rahmen montiert und die Schaltelemente wieder eingesetzt. So entsteht ein zusammenhängendes Ganzes und auf die Schnelle haben die Hasen nun vier weitere Schaltmöglichkeiten an der Tür.
Das Gegenstück bilden dann Funkempfänger in Unterputzdosen oder Steckdosenleisten, ähnlich wie bei den Funksteckdosen mit Fernbedienung.
Der Hasel an die Gurgel
Für den heutigen Herbsttag haben sich der Häsinnenpapa und -bruder zur Mithilfe angekündigt. Zur Erinnerung, wir haben vor drei Wochen die riesige Haselnuss an der Garage erlegt, der Strunk stand jedoch noch:
Also galt es zunächst, die Wurzeln freizulegen, was nach kräftigem Wühlen in Erde und Stein sowie Betonresten (vom Bau?) auch gelang

Bei Haselnussbäumen ist es wichtig, dass auch das Wurzelwerk weitestgehend entfernt wird, sonst hat man nächstes Jahr zu Weihnachten wieder Nüsse aus dem eigenen Garten, und das wollen wir ja nicht. Zum besseren Abtransport werden die restlichen Äste nahe der Wurzel gekürzt und der Ballen entfernt

Schließlich wird noch das restliche im Boden offensichtliche Wurzelwerk soweit wie möglich zerstört, um einer Überraschung im nächsten Gartenjahr zuvor zu kommen

Das Loch wurde mit der vorhandenen Erde wieder aufgefüllt und die gefundenen Steine und Betonbrocken soweit wie es ging aussortiert. Zum Glück hatten wir an anderer Stelle im Hasengarten noch Erde, welche wir zum Verfüllen benutzen konnten. Das heutige Tagwerk sieht dann Mittags so aus:

Hiergeblieben
Beim Betrachten des Wirkungsgrades der alten Heizungsanlage und dem Nachdenken über Optimierungsmöglichkeiten, fiel dem Hasen auf, dass die Kesseltür, in welcher der Brenner montiert ist, im oberen Bereich immer sehr warm ist. Kein Wunder, sitzt doch direkt dahinter die Brennkammer.

Dummerweise war es auch eine Stunde nach dem Abschalten des Brenners an und über der Kesseltür immernoch sehr warm. Wie bereits früher erwähnt, soll der Kessel nicht den Heizungskeller heizen, da hier Temperaturen um die 15 Grad herrschen, weil es eine direkte Luftzufuhr von außen gibt. Also was tun? Mit nach dem isolieren des Rolladenkastens im Wohnzimmer übrig gebliebenen PU-Schaum Platten ließ sich eine improvisierte Wärmedämmung des vorderen Kesselbereichs nachrüsten.

Im unteren Bereich kann keine zusätzliche Dämmung angebracht werden, da der Brenner von hier seine Verbrennungsluft aus dem Raum ansaugt. Die Plattenkonstruktion ist mit drei Streifen Panzerband an den Kessel geklebt, sodass sie zu Wartungszwecken mit wenigen Handgriffen wieder entfernt werden kann.
Nachtrag vom 20.11.2009
Statistische Messungen im Hasenkeller haben ergeben, dass der Kessel im Ruhezustand (also während der Abschaltzeiten nachts und tagsüber) im Mittel alle vier Stunden für sieben Minuten anspringt (dies muss er tun, weil eine bestimmte Sockeltemperatur des Kessels nicht unterschritten werden darf). Daraus folgt auf die einzelne Stunde umgerechnet eine Laufzeit von 1’45“, was bei einer Bedüsung von 1,7 kg/h (entspricht bei Heizöl 2,0 L/h) zu einem stündlichen Standby-Verbrauch von etwa 0,06 L/h führt. Dies ist ein Energiewert von 2,1 Megajoule, also insgesamt in Näherung beträgt der Standby Verlust etwa 0,6 kW. Für diesen alten Kessel Baujahr 1980 ist das ein sehr guter Wert. Man sieht also, dass man durch gezieltes Isolieren mit wenig Aufwand durchaus aus alten Anlagen noch einiges herausholen kann. Nichts desto trotz sollte der Kessel natürlich im Laufe der nächsten Jahre durch einen moderneren Niedertemperaturkessel ersetzt werden, da dieser keine so hohe Sockeltemperatur benötigt und daher die Abstrahlverluste nochmals reduziert werden können.
Elektronenkarussell
Wie bereits vor einigen Tagen erwähnt, befindet sich im Keller-Keller ™ ein ungenutzter Drehstromanschluss. Eigentlich hatte der Hase vor, selbigen stillzulegen, um im Zählerschrank den Platz der zugeordneten drei Sicherungen anderweitig zu verwenden. Aber die Häsin wollte den Anschluss unbedingt beibehalten, wenn man mal den Reserveherd benutzen möchte oder ein dickes Schweißgerät benutzt werden soll. Also gut. Dann aber richtig, und zwar mit Steckdose:

Das Kabel wird nun über einen Verteiler aus dem Keller-Keller ™ durch die Wand in den Flur/Treppenhaus geführt und endet in einer CEE Anschlussdose. Somit haben wir wohl die einzige Höhle mit steckfertigem Drehstromanschluss (400V, 16A) im Treppenhaus 🙂 🙂 🙂
Stillstandsverluste
Der Ölkessel von 1980 war für die damalige Zeit ein recht gutes Gerät. Jedoch unter heutigen Gesichtspunkten betrachtet fallen zwei Dinge auf: Die systembedingt hohe Kesseltemperatur und offenliegende Anschlüsse für die Heizkreise und Armaturen. Diese Kombination führt zu sogenannten Stillstandsverlusten, die natürlich jeder – auch moderne – Kessel hat, welche hier dem Hasen jedoch zu hoch erscheinen. Ein erheblicher Teil der im Kessel gespeicherten Wärmemenge geht während der Zeiten in denen nicht geheizt wird (nachts oder Wochentags tagsüber) über die großen Metallflächen der nicht isolierten Rohre und Flansche in den Kellerraum über:
Da der Ölbrenner seine für die Verbrennung notwendige Luft aus dem Kellerraum ansaugt, darf das Fenster nicht ganz schließen, es ist also immer mindestens einen Spalt breit geöffnet. Die zum Fenster einströmende Kaltluft fällt direkt an der Wand herunter und kühlt den gegenüber stehenden Kessel insbesondere an seinen Metallflächen. Daher hat der Hase heute mit Isolierfilz die Flanschverbindungen umwickelt, was dazu führt, dass mehr Wärmeenergie über einen längeren Zeitraum im Kessel gespeichert bleibt und der Brenner seltener nachheizen muss:
Derzeit (vor der Isolierung) lag der Eigenbedarf bei etwa 0,1 Liter Öl pro Stunde, was ca. 1kW entspricht. Sobald der Hase dazu gekommen ist, eine neue Messung zu machen, wird an dieser Stelle der erzielte neue Wert ergänzt.
Weil nach der Flanschdämmung noch so viel Isolierfilz übrig war, und die Umwälzpumpe immer am gesamten Gehäuse mit Vorlauftemperatur in den Raum strahlte, wurde hier kurzerhand noch ein wenig gebastelt 😉
